Anders – seit 1992

Was soll das heißen, "anders"?

Rainer Scheer

Klischeefrei Kunst schaffen

Es gibt nicht wenige KünstlerInnen, die sich darin gefallen eines der gängigen Künstlerklischees zu bedienen. Sie kleiden sich künstlermäßig, machen sich künstlich rar und sind schwer zu erreichen. Oder sie nehmen ihre kreative Arbeit als Vorwand für Unorganisiertheit und Unzuverlässigkeit.

Künstlerinnen und Künstler müssen aber nicht so sein. Wahrscheinlich hat seit der Romantik ein wechselseitiger Prozess die Klischees geschaffen und die künstlerisch Angehauchten haben diese Klischees erfüllt, um sich noch musischer zu fühlen.

Auf diese Schnörkel lege ich keinen Wert. Für meine Kunden gestalte so gut, wie es meine Möglichkeiten zulassen und verzichte auf persönliche Show-Effekte. Außerdem halte ich Integrität, Zuverlässigkeit und Liefertreue für wichtige Tugenden und bin praktisch jederzeit telefonisch oder per Mail zu erreichen.

Keine Allüren

Die Meinungen jeder Kundin und jedes Kunden sind wertvoll. Sie geben Impulse, die in die Gestaltung neuer Formen und Skulpturen einfließen können. Natürlich habe ich meine eigene Handschrift bei der kreativen Gestaltung und verbiege mich nicht, um zu gefallen. Anstöße von außen sind wichtig für die Konzeption von Ideen. Über diese Konzeption diskutiere ich bei Auftragswerken so lange mit meinen AuftraggeberInnen, bis sie und ich mit dem Ergebnis zufrieden sind. Weder halte ich meine Ansichten für grundsätzlich richtig, noch habe ich Schwierigkeiten, fremde Ansichten in die Gestaltung mit einzubeziehen.

Im Übrigen gehe ich davon aus, dass die meisten professionellen Künstlerinnen und Künstler, die auch von ihrer Arbeit leben, so ähnlich denken und handeln. "Anders" ist bei meinem Claim vor allem die Abgrenzung zu den gängigen Klischees. Und "Seit 1992 gleich" klingt dann doch etwas langweilig.